Technische Details

 

Hier findet ihr einige Informationen zur Steuerung unserer Anlage, dem Gleis- und Weichenbau und vieles mehr.

Digitalsteuerung
Das Herz unserer Modellbahnsteuerung ist die Digitalzentrale LZV100 von Lenz. Von ihr lassen sich theoretisch bis zu 9.999 Fahrzeuge und über 1.000 Weichen oder Signale digital steuern. Zusätzlich haben wir noch je einen Wechselstrom-Trafo (Digitalzentrale, Fahrstrom, Weichenantriebe) und einen Gleichstrom-Trafo (Beleuchtung) im Einsatz. Diese Komponenten haben wir zusammen in einem Koffer verbaut. Dieser wird direkt an die Steuerleitung angeschlossen, welche unter der kompletten Anlage verlegt ist und alle Segmente mit Fahrstrom bzw. Steuerbefehlen versorgt. 

Zum Steuern unserer Modelle verwenden wir überwiegend die Handregler LH100 von Lenz. Jeder Fahrer benötigt einen Handregler und bedient damit ein oder zwei Fahrzeuge, d. h. beschleunigt, bremst und schaltet, soweit vorhanden, die Zusatzfunktionen wie z. B. Licht, Blinker usw. Auch alle elektrisch stellbaren Weichen lassen sich digital steuern. An der Rückseite unserer Anlage befinden sich zusätzlich noch Schalter, über die wir die Weichen neben anderen Funktionen (z. B. Öffnen und Schließen der Klappbrücke oder der Hallentore vom Depot) ebenfalls bedienen können. Hier sind auch auf der gesamten Anlagenlänge die Buchsen zum Anschluss der Handregler angebracht, man kann also gemeinsam mit seinem Modell von einer zur anderen Seite der Anlage mitlaufen... 

Gleise und Weichen
Wir verwenden Roco-Flexgleise. Diese lassen sich in alle gewünschten Radien und Gleisgeometrien biegen und fixieren. Die Weichen entstehen im Eigenbau und werden ebenfall aus dem selben Gleismaterial gefertigt. Dazu werden die Flexgleise mittig in Längsrichtung aufgetrennt und entsprechend der Lage der äußeren Schienen fixiert. Die inneren Schienen laufen spitz gegeneinander zu und werden am Herzstück verlötet. Die Weichenzungen entstehen aus Schienenprofilen. Diese werden an der einen Seite etwas gebogen, so dass daraus das Herzstück entsteht und auf der anderen Seite entsprechend geschliffen und gefeilt, damit die Zungen sauber anliegen. 

Damit die Weichenzungen beweglich sind, werden an beiden Enden Drahtstücke angelötet, die in entsprechende Bohrungen gesteckt werden. Diese Bohrungen befinden sich auf der Seite des Herzstücks im Holz der Anlage bzw, an der Weichenspitze in der Stellschwelle aus Messingprofil. Ebenfalls aus Messingprofilen entstehen dann noch die Radlenker. Da wir mit Oberleitungsbetrieb und Stromrückführung über beide Schienen fahren, brauchen wir nicht auf elektrische Trennung der beiden Schienen zu achten. Dadurch ist die Konstruktion der Weichen recht einfach. Die robusten Weichen bieten den Vorteil, dass alle beweglichen Teile jederzeit demontiert werden können. Allerdings sind bei der passgenauen Fertigung der Einzelteile einige sehr filigrane Schleif- Feil- und Lötarbeiten erforderlich und nicht jedes angefertigte Bauteil kann anschließend auch verwendet werden! Aber es heißt ja "Übung macht den Meister" und wir haben aufgrund der Vielzahl der selbstgebauten Weichen (z. B. am neuen Depot) bereits viel üben können... Zum Stellen der Weichen verwenden wir meist die motorischen Unterflurweichenantriebe von Tillig.

Zum Einpflastern der Gleise und Weichen benutzen wir ca. 3 mm hohe Merkur-Styroporplatten (Vertrieb über Faller), welche sich hervorragend bearbeiten lassen. Diese Platten sind bereits mit einer grauen Oberfläche und eingeprägten Pflastersteinen versehen. Sie werden in Streifen geschnitten und zwischen den Schienen eingepasst. An der Innenseite der Schienen wird durch Rollen einer kleinen Münze die Rille für die Spurkränze der Fahrzeuge in das Straßenpflaster gedrückt.

Oberleitung
Unsere Oberleitung besteht aus Masten und Fahrdrähten von Sommerfeld.

 

Neues Depot mit moderner Technik
Aus zwei 3-ständigen E-Lokschuppen von Faller entstand unser modernes kombiniertes Bus- und Straßenbahndepot mit kompletter Inneneinrichtung wie Dacharbeitsständen und Untersuchungsgruben. Hier können wir unsere Bahnen tatsächlich warten, denn im Innern befindet sich eine Radreinigungsanlage von Lux-Modellbau. Die Hallentore lassen sich elektrisch öffnen und schließen, dabei blinken Warnlampen neben den Toren und in der Halle und natürlich verfügt das Depot über eine LED-Innenbeleuchtung

 

Zu "Kleine Bahn Ganz Groß" 2010 wurde das neue Depot das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt.

 

Blick unter die Anlage: Antrieb der Hallentore

 

Das Dach ist bei Bedarf abnehmbar, um an das Innere des Depots heranzukommen.

 

Die Radreinigungsanlage von unten gesehen

 

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Letzte Aktualisierung am 20.08.2017